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l 1 l 2 l 3 l 4 l 5 l 6 Basellandschaftliche Zeitung bz, 9. November 1999 - Von Laura Weidacher
Solorezital
Christoph Denoth präsentierte im Hans-Huber-Saal einen Querschnitt der Gitarren-Literatur
"Solistenabende sind in ihrer Fokussierung ein Prüfstein für alle Interpreten. Der denkbar einsamste Typ aller alleine auftretenden Instrumentalisten ist jedoch sicherlich ein Gitarrist. [...] Wenn er noch dazu so unprätentiös und still auftritt wie der mit vielen Preisen ausgezeichnete Basler Christoph Denoth bei seinem Konzert im Hans-Huber-Saal des Basler Stadt-Casinos, könnte im Publikum die berühmte Stecknadel ein Getöse verursachen, derart hoch war die Konzentration, die dieser junge Musiker mit Erzengel-Lächeln hervorrief.
Der Klangreichtum der klassischen Gitarre
Mit seinem umfangreichen Programm von der Renaissance bis in die Gegenwart führte Christoph Denoth alle Möglichkeiten der klassischen Gitarre überlegen vor und demonstrierte dazu noch ein perfektes musikalisches Gedächtnis.
War der Beginn mit vier Stücken von John Dowland noch zurückhaltend, ganz dem Lautenklang nachempfunden, entfaltete Denoth mit Werken der berühmtesten Gitarren-Komponisten des 18. und 19. Jahrhunderts - mit Stücken von Fernando Sor, Manuel de Falla, Joaquin Turina und Isaac Albeniz - alle Facetten seines Instruments. Eine bravouröse Einlage bildete die «Rossiniana» von Mauro Giuliani mit Paraphrasen von Arien Gioachino Rossinis. [.]
Die hohe Reinheit von Denoths Spiel
Im grossen Stile entfaltete Denoth das Klangspektrum einer modernen Konzertgitarre jedoch in einer zeitgenössischen Sonate von Leo Brouwer (geboren 1939). Auch hier begeisterte die hohe Reinheit seines Spiels und eine ganz ohne Portamenti auskommende technische Brillanz, vor allem jedoch das Nachspüren in neue klangliche Dimensionen. [...]"
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